Jusos Oberland
SPD
 

 
 

 

 

Uns Jusos gibt es nicht erst seit heute.
Die Geschichte der Bewegung, aus der wir uns entwickelt haben, ist fast so alt wie das 20. Jahrhundert. Eigentlich noch älter, denn als Mitte des 19. Jahrhunderts Arbeiter und Arbeiterinnen überall auf der Welt beschlossen, selbst etwas gegen ihre unerträgliche Lebenssituation zu unternehmen, waren auch Jugendliche mit von der Partie.
Doch während sich die Älteren durch sozialistische Parteien eigene, immer stärker werdende Organisationsformen gaben, verhinderten Vereinsgesetze die Gründung von Jugendorganisationen.
Als sich im Jahr 1904 der 16jährige Graveurlehrling Max Peter wegen der ständigen Schikanen durch seinen Meister erhängte, war das Maß voll: Am 10. Oktober 1904 wurde in Berlin der erste Arbeiterjugendverein gegründet. Die Lawine kam ins Rollen. Überall in Deutschland schlossen sich junge Arbeiter und Arbeiterinnen in eigenen Vereinen zusammen: Die sozialistische Jugendbewegung war damit geboren.
 
Nach der Befreiung von Faschismus und den Grauen des zweiten Weltkriegs gründete sich die SPD neu und gleich einen Jugendverband mit: Die Jungsozialisten.
Dieser Jugendverband war erst einmal nur eine Arbeitsgemeinschaft innerhalb der SPD. Damit wollte man die Jugend enger an die Partei binden und ein Ausbrechen nach links verhindern, räumte aber zugleich auch gewisse Eingriffsrechte der Jusos ein.
Die Rechnung ging zunächst auf. Die Jusos waren in den fünfziger Jahren eine lammfromme Nachwuchsorganisation, die das nachbetete, was die Partei vorgab.

Dies änderte sich erst gegen Ende der sechziger Jahre. Die Verdrängung der nationalsozialistischen Vergangenheit, der Vietnamkrieg und die Notstandsgesetzgebung gingen auch an den Jusos nicht spurlos vorbei und führten zu einer enormen Politisierung der Basis, die vor allem auf dem Bundeskongress 1969 in München zum Ausdruck kam. Dort vollzog sich die sogenannte Linkswende der Jusos von einer brav angepassten Parteijugend hin zu einem eigenständigen sozialistischen Jugend- und Richtungsverband, der den Versuch unternimmt, auf die Ausrichtung der Mutterpartei Einfluss zu nehmen.

Später gründete sich auch im Osten der Bundesrepublik im Zuge des Umbruchs in der DDR, neben der sozialdemokratischen Partei, 1990 auch unsere Jugendorganisation mit.
Auch hier wuchs zusammen, was zusammen gehörte (frei nach Willy Brandt). Man lernte von einander und stritt zunehmend für gemeinsame Ziele.
Seit dem Bundeskongress 1991 gibt es uns Jusos in allen Teilen der Bundesrepublik Deutschland als einen gefestigten Jugendverband.
 
Nach wie vor sind es wir Jusos, welche die SPD zu einer offenen und konstruktiven Auseinandersetzung mit allen linken Kräften in der Gesellschaft drängen. Dazu gehört für uns, sich gleichsam mit der Geschichte und der Gegenwart auseinanderzusetzen, um nach echten politischen Alternativen zum neoliberalen Mainstream zu suchen.

Also: Unsere Geschichte ist alles andere als langweilig und sie ist ganz und gar nicht zu Ende. Im Gegenteil: Jeden Tag passiert ein Stück davon und du kannst dabei sein.